Behandlung von Depressionen - ein anderer Ansatz

 

 

Die Erfahrungen in meiner Praxis, wie auch im Austausch mit Kollegen zeigen immer wieder, dass das Grundgefühl der Depression eine grosse Traurigkeit ist, häufig gepaart mit Ängsten und Schuldgefühlen. In den Anamnesegesprächen stellt sich immer wieder heraus, dass die Ursache für Depressionen bereits in der Kindheit gelegt wurde. Eine Kindheit, die wenig......

....Sicherheit vermittelt hat, häufiger Streit in der Familie, Süchte oder depressive Verstimmungen bei den Eltern. All dies löst bei Kindern eine grosse Unsicherheit, Angst und Traurigkeit aus. Kinder brauchen Halt, Verständnis und Erwachsene um sich herum, denen sie vertrauen können, wo sie sich

sicher fühlen, die ihnen Urvertrauen schenken, damit sie ihren Platz im Leben finden. War all das nicht gegeben, dann zieht sich diese Traurigkeit wie

ein roter Faden durchs Leben, wird durch weitere negative Erfahrungen verstärkt, bis der nun Erwachsene selbst an einer Depression erkrankt. Irgend-

wann gehen Sie zum Arzt, weil Sie nicht mehr weiter wissen.

 

Sie haben die bekannten Anzeichen, wie Schlafstörungen, Traurigkeit, keine Motivation, Schwindelgefühle oder eines der anderen klassischen Symp-

tome für Depressionen. Und was geschieht nun? Oftmals wird nur eines der Symptome behandelt, indem z.B. Schlaftabletten verschrieben werden,

denn tatsächlich wird eine Depression nur in knapp 30 % der Fälle richtig diagnostiziert. Wird die Krankheit jedoch erkannt, dann wird häufig mit Medikamenten, wie Antidepressiva und/oder Psychotherapie weiter verfahren. In der Psychotherapie wird i.d.R. über Gespräche die Ursache der

Depression ergründet, ein wichtiger Schritt des Erkennens und Reflektierens.

 

Gleichzeitig wird häufig mit Antidepressiva behandelt, mit den klassischen trizyklischen Antidepressiva, Serotoninwiederaufnahmehemmern und Mischmedikamenten. Was bewirken die Medikamente? Sie sorgen dafür, dass sich der Erkrankte besser fühlt, d.h., es wird eine bessere Stimmung „vorgegaukelt“. Die Traurigkeit selber kann aber niemals aufgelöst werden, sie wird nur für einen bestimmten Zeitrahmen vom Medikament über-

deckt. Kurzfristig sicherlich ein gutes Hilfsmittel, um aus einer grossen Traurigkeit herauszukommen. Gleichzeitig sollte einem aber bewusst sein,

dass eine Vielzahl der Medikamente eben nur für einen kurzfristigen Einsatz geeignet sind, bei längeren Gaben sogar ins genaue Gegenteil verkehren

und die Depression noch verstärken können.

 

Beides, Aufdecken und reflektieren der Ursachen, wie auch Medikamentengabe sind wichtige Bausteine auf dem Weg aus einer Depression, können

meines Erachtens aber niemals alleine helfen. Allzu oft höre ich von Klienten eben auch, dass sie lernen müssen, mit diesen Gefühlen, mit der Trau-

rigkeit und den möglichen Ängsten, umzugehen. Für mich keine gute Perspektive, denn Emotionen, gleich welcher Art, müssen nicht nur aufgedeckt, sondern vor allen Dingen verarbeitet werden, um wieder an Lebensqualität zu gewinnen. Verhaltensanweisungen helfen also wenig, denn die Ursache

liegt ja, wie bereits geschildert, häufig in der Kindheit. Folglich liegt der Schlüssel für eine gute Verarbeitung auch in der Kindheit.

 

In der auflösenden/verarbeitenden Hypnose gehen wir auf der Zeitachse zurück, tasten uns langsam an die auslösenden, traurigen heran und können

diese jetzt positiv überschreiben. Die damals nicht mögliche emotionale Verarbeitung ist in der auflösenden Hypnose stark beschleunigt, deckt eben

nicht nur die Wurzeln auf, sondern überschreibt sie auch in der Form, dass die Gefühle von damals heute nicht mehr belasten. In der Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen sollte daher die hypnotische Verarbeitung von Depressionen der grösste Baustein auf dem Weg zu mehr Lebensqualität haben. Wenn das Fühlen, also die Traurigkeit, mit Hypnose verändert werden kann, dann kann im Anschluss ebenfalls über die Hypnose,

die Zuversicht gestärkt werden. Der Weg über die Veränderung der Emotionen, der Traurigkeit, führt zu neuem Verhalten und darüber zu mehr Zuversicht, Selbststärkung und verbesserter Lebensqualität. Allein über Verhaltensänderung, losgelöst von den belastenden Emotionen ist dies, nach meinen Praxiserfahrungen, nicht möglich.

 

Mich berührt es immer wieder auf's Neue, wie  die Veränderung deutlich sichtbar wird. Zum Ende der Hypnose zeigen die Klienten rein äusserlich schon

eine ganz andere Körperhaltung, sie haben mehr Zuversicht, Selbstvertrauen, sind wieder motiviert und sie fühlen sich rund um besser. Ganz wie von

Selbst verändert sich das Verhalten und Perspektiven verschieben sich zu einer positiven Lebenseinstellung.

 

Hypnose bei Depressionen  / Hypnose bei Ängsten

Kommentar schreiben

Kommentare: 0