Schmerz - wie Hypnose helfen kann

Schmerzen, ob akut oder chronisch, führen zu Konzentrations- und Energieverlust. Sie können so stark, wiederkehrend oder anhaltend auftreten, dass die Lebensqualität leidet. Alle Gedanken drehen sich nur noch darum, wie der Schmerz aufhört. Der Griff zu Schmerzmitteln

sorgt für erste Erleichterung, doch bei chronischen Schmerzen erhöht sich die Dosis stetig, bis kaum noch Wirkung wahrnehmbar ist.

 

Das Leben befindet sich in einer Schmerzspirale, kommt dann noch eine Diagnose wie «austherapiert» hinzu, sollten neue Wege gefunden werden. Alternativen sind Hypnosetherapie, Selbsthypnose oder Entspannungsmethoden. Durch diese Werkzeuge kommen Sie ins Handeln

und können sich Selbst Erleichterung verschaffen.

 

Hypnose wird den Schmerz wahrscheinlich nicht vollständig heilen, aber minimieren. Mit Hypnose kann der Schmerz zeitweise ausgeschaltet werden, alleine das ist eine sehr gute Entlastung. Wer Schmerzen verspürt, verspannt automatisch die Muskeln, was wiederum den Schmerz verstärkt. Wenn Sie sich entspannen lernen, reduzieren Sie automatisch die Schmerzen. Effektiv bei der Schmerzreduktion wirkt die Entspan-nungsmethode progressive Muskelentspannung PME/PMR

 

Bei Kopfschmerzen wie Migräne hat sich die Methode R.E.S.E.T., eine Entspannung der Kiefergelenke, als wirksam erwiesen.

Akute oder chronische Schmerzen

Schmerz ist ein Warnhinweis und macht darauf aufmerksam, dass im Körper oder auch in der Seele etwas nicht in Ordnung ist. Zahnschmerzen weisen vielleicht auf eine Entzündung im Kiefer oder der Wurzel hin. Muskelschmerzen sagen, dass es eine körperliche Überanstrengung gab und nun Ruhe angezeigt ist. 

Diese Schmerzen sind akute Schmerzen und sie hören auf, sobald für Abhilfe gesorgt wurde.

 

Anders ist das mit chronischen Schmerzen, diese tauchen schubweise immer wieder auf, wie z.B. Migräneattacken, Rückenschmerzen oder Schmerzen in bestimmten Körperregionen wie dem Kopf. Diese Schmerzen warnen mit ihrem immer wieder auftretenden Schüben vor einer Verschlimmerung der körperlichen Situation.

 

Chronischer Schmerz wird daher als eine eigenständige Krankheit betrachtet. Im Verlaufe der Zeit kann es zu einer s.g. Schmerzspirale kommen, die den Schmerz stetig verstärkt. Schmerzmittel werden immer höher dosiert, da sie nicht mehr ausreichend an den entsprechenden Schmerzrezeptoren andocken können, um für Linderung zu sorgen.

Irgendwann kreisen die eigenen Gedanken nur noch um den Schmerz und verschlimmern diesen wie von selbst. Die Schmerzen führen zu Schlaflosigkeit und zu Stress, ein Kreislauf beginnt.

Was ist Schmerz?

Schmerz ist eine Sinneswahrnehmung, genauso wie Riechen, Hören, Schmecken, Sehen. Schmerz ist eine Wahrnehmung wie Hunger, Kälte, Wärme und anderes. Schmerz ist erst einmal überlebenswichtig, ein Hinweis auf eine schädigende Einwirkung, ein Warnsignal.

 

Schmerz ist ein Frühwarnsystem, dass sich im Laufe der Evolution so weit entwickelt hat, dass der Schmerz zu Beginn sogar ausgeschaltet werden kann. Dies läuft über bestimmte Gehirnregionen, die unter-einander Botenstoffe aussenden. Bei manchen Menschen reagiert dieses Frühwarnsystem schneller, bei anderen langsamer.

 

Manche Menschen nehmen Schmerz erst wahr, wenn sie plötzlich einen Wunde sehen. Andere verspüren bereits einen Schmerz, wenn sie nur an eine Situation denken, die einen Schmerz auslösen könnte.

 

Schmerz ist immer an negative Erfahrungen gekoppelt, das ist u.a.

eine Erklärung dafür, dass es im Gehirn kein klar definiertes Schmerz-zentrum gibt. An Schmerz sind immer verschiedene Gehirnregionen beteiligt, und es sind von Mensch zu Mensch unterschiedliche. 


Geschichte & Wirkweise der Schmerzlinderung mit Hypnose

Vor Erfindung von Chloroform und Äther, wurden Schmerzen bereits mit Hypnose behandelt. Hypnose war ein effektives und erfolgreiches Schmerzmittel und wurde in allen Bereichen angewandt. Gerade im Schmerzbereich erlebt Hypnose heute eine Renaissance, sie wird bei Operationen eingesetzt oder beim Zahnarzt bei bestehender Spritzenangst oder medizinischen Unverträglichkeiten.

 

Im s.g. Trancezustand kommt es zu einer verzerrten Sinneswahrnehmung, Schmerzen werden weniger bis gar nicht wahrgenommen. Dank

der heutigen bildgebenden Verfahren, kann im Gehirn eine Wahrnehmungsveränderung des Schmerzes unter Hypnose nachgewiesen werden.

 

In der hypnotischen Schmerzkontrolle werden im Trancezustand innere Bilder und Vorstellungen erzeugt, die für eine Schmerzreduzierung sorgen. Mit verschiedensten Werkzeugen und Suggestionen wird an einer Linderung gearbeitet. Der Klient erlernt gleichzeitig unterschiedlichste Formen der Selbsthypnose zur Eigenanwendung, worüber er /sie die Sichtweise auf den Schmerz verändert.

Der Schmerz verschwindet aus dem Fokus und wird in der Folge schwächer wahrgenommen. Gleichzeitig erlernt der Klient sich zu entspannen, leichter loszulassen. Wo Stress reduziert wird, kann der Schmerz sich verringern.