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Die Wege des Unterbewusstseins - ein Erfahrungsbericht zum Rauchstopp

Die seltsamen Wege des Unterbewusstseins – ein Erfahrungsbericht «Rauchstopp»

 

Was bei den meisten Rauchern funktioniert, nämlich mit einer einzigen Sit-zung das Rauchen dauerhaft loslassen, kann in wenigen Ausnahmefällen manchmal nicht greifen.

So hatte ich vor einigen Monaten einen Klienten zur Rauchfrei-Hypnose. Alles lief Bestens, das Unbewusste arbeitete gut mit, griff die individuellen Sugge-stionen auf, der Körper folgte den Anweisungen des Unterbewusstseins und am Ende der Antiraucher-Hypnose äußerte der Klient, er könne sich nicht vorstellen, dass er jemals solch Grusiges in seinen Körper gelassen habe. Er fühlte sich wunderbar und frei.

 

Einige Tage später meldete er sich zerknirscht bei mir, dass er leider wieder rauche, obwohl er das gar nicht wolle. Das Seltsame daran sei auch, die Zigarette schmecke gar nicht und doch müsse er rauchen. Ich bat ihn zu einer zweiten Sitzung, um den Ursachen dieses seltsamen Verhaltens auf den Grund zu gehen. Kaum war er in Trance, tauchten unter Anleitung Bilder auf, die ihn zurück in die Kindheit führten. Er war 9-jährig und sein Vater lag im Sterben.

Er fühlte sich einsam, verlassen und verstand die Welt nicht mehr. Bei weiterem Nachhaken ergab sich, dass der Vater an Lungenkrebs verstorben war und wenige Minuten später tauchten beim Klienten Sätze auf, dass das Rauchen die Verbindung zu seinem Vater war, er nur darüber noch Kontakt halten könnte. Wohl aus diesem Grund hatte er bereits 10-jährig heimlich mit dem Rauchen begonen.

Diese Zusammenhänge erkannt, war es möglich, ihm in Hypnose Alternativen anzubieten, auf andere Art und Weise die Verbindung zum Vater weiter aufrecht zu erhalten. Dies fest im Unterbewusstsein installiert, sorgte dafür, dass der Grund für sein Rauchen nun verschwunden war. Er fühlte sich erleichtert, befreit und konnte nun endlich sein Nichtraucherleben genießen.